++ Aus aktuellem Anlass ++

Der erneute Kultur-Lockdown ist ein schwerer Schlag für alle und bringt die Akteur*innen der Kulturszene wiedermal in eine prekäre Situation!

Als Teil der Allianz der freien Künste fordern wir als Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum darum einen Unternehmer*innenlohn, denn:

"Ohne ein konsequentes, ernst gemeintes Maßnahmenpaket für die de facto mit einem Arbeitsverbot bzw. mit einem Präsentationsverbot belegte Kulturwirtschaft und ohne adäquate Maßnahmen zur Kompensation von Einnahmeverlusten für die Akteur*innen der Freien Künste ist ein strukturelles Kultursterben in unserem »Land der Dichter*innen und Denker*innen« nicht aufzuhalten."

Die vollständige PM der AfK findet ihr HIER

Update #3 zur aktuellen Situation // COVID-19

"Man kann Kultur nicht unterbrechen" - ist eines der vielen schönen Zitate, die im Rahmen der ersten ShortCuts ONLINE-Ausgabe des Bundesverbands Theater im Öffentlichen Raum am 12.05.2020 gefallen sind.

Diese Aussage bringt die Motivation vieler Künstler*innen und Veranstalter*innen auf den Punkt, die dabei sind, neue Formen und Formate zu entwickeln, damit es dieses Jahr eben doch noch zu den ein oder anderen realen Begegnung zwischen Kunst, Kultur und Publikum kommt.

Aber auch hierfür braucht es kulturpolitische Lösungen, die die Existenzen von Kulturschaffenden schützen und Projekte fördern. Im folgenden finden sich Appelle und Pressemitteilungen, die diese aktuellen Themen bündeln.

 

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ShortCuts ONLINE

Aus aktuellem Anlass findet dieses Jahr erstmals ein ShortCuts Format außerhalb der Freiburger Kulturbörse statt.

Unter dem Titel "Da geht noch was! - Theater im Öffentlichen Raum im Sommer 2020" suchen wir nach neuen Projekten und Produktionen die corona-konform veranstaltet werden können.

 

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Einladung zum virtuellen Apéro

Auch in Zeiten von "physical distancing" darf ein zwangloses Netzwerken und Austauschen nicht fehlen.

Darum laden wir zum wöchtenlichen Apéro ein: Jeden Montag um 12 Uhr im virtuellen Raum.

 

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Berliner Erklärung der Vielen

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die Vielen gehören.
Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!
 
Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der Berliner Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.

Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

Die Vielen